Geschichte der Tierkennzeichnung
Arten der Tierkennzeichnung vor dem ISO Transponder
Der Mensch kennzeichnet seine Tiere als seinen Besitz schon seit Jahrhunderten zur Wiedererkennung und Markierung. Die Art und Weise hing stark von der Tierart ab.
Die Tätowierung von Haustieren
Lange Zeit wurden Hunde, Katzen und einige Nutztiere unter Vollnarkose mit einer Tätowierung im Ohr markiert. Das Risiko für das Tier ist hoch und das Tattoo hat viele Nachteile. Es ist nicht fälschungssicher oder beständig, denn es kann jeder Zeit ein Zeichen hinzugefügt oder das ganze Ohr mit Tattoo entfernt werden. Auf dunkelfarbigen Bereichen der Haut verblasst es nach einigen Jahren und die Lesbarkeit muss erneuert werden. Nummern und Codes werden nicht eindeutig vergeben und können doppelt auftreten. Seit 2008 ist das Tätowieren von Heimtieren verboten und wird durch den Microchip unnötig.
Die Ohrmarke bei Nutztieren
Die Ohrmarke wird meistens bei Nutztieren wie Rindern, Büffeln, Schweinen, Ziegen und Schafen zur Identifikation genutzt. Dabei werden beide Ohren in den ersten Lebenstagen mit einer Marke versehen. Die Beschriftung einer Ohrmarke in der Europäischen Union ist durch die Verordnung Nr. 2629/97 festgelegt. Die Marke muss aus biegsamem Kunststoff, fälschungssicher und nicht wiederverwertbar sein. Die Angaben auf der Ohrmarke müssen unzerstörbar und immer gut lesbar sein.
Das Brandzeichen bei Herdentieren
Das Brandzeichen bei Rindern und Pferden durch Heiß - oder Kaltbrand ist schmerzhaft für die Tiere und dauerhaft sichtbar. Brandzeichen werden immer stärker seit der Erfindung des Microtransponders durch diesen ersetzt.
Die Beringung von Vögeln
Wildvögel werden seit 1899 in der Regel im Rahmen von Forschungsprojekten beringt. Dabei wird ein nummerierter Ring aus Plastik oder Metall am Fuß des Vogels befestigt. Bei Geflügel wird durch die Beringung die Herkunft des Fleisches dokumentiert.